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4/5 Punkten

von Robert Huber

Na aber Hallo die Melodic Death/Thrasher Act Of Creation haben sich mit dem neuen Werk ja wirklich Zeit gelassen. Satte sechs Jahre hat es gedauert bis der „Endstation“ Nachfolger in der Form von „Thion“ veröffentlicht wurde. Gut Ding braucht eben Weile und somit liegt nun das nunmehr dritte Langeisen der deutschen Jungs vor mir.

Die Einleitung ist bedrohlich und hat einen Misch aus Horror und kleineren Thrill Elementen intus. Nur kurz verweilt man in diesem Ecke, bevor man die mächtige, durchaus bei mir bekannte Soundmaschinerie auf Hochtouren bringt. Erneut zeigen die deutschen Jungs, dass sie von einer sehr gewaltigen Klangqualität geschnitzt sind. Demzufolge auch ihre Songs. Dass man aber so einen nachlegen kann nach fast sechs Jahren Pause, selbst ich hätte mir das so nicht ausgemalt.

Sehr durchdacht bringt man die Melange aus bekannten Göteborg Death Elementen, satten Groove Attacken und einem enormen Schöpfer aus dem Death ‚n‘ Roll. Wer ein totaler Verweigerer ist was deutsche Lyrics anbelangt, wird dies zwar bemängeln, aber der Sound dürfte auch hier diesem Meckerer durchaus den Wind aus den Segeln nehmen. Gelungen und mit fundiertem Soundwissen und Techniken donnert die Mixtur sehr gelungen ins Gehör.

Produktionstechnisch hat man sich viel einfallen lassen und das kommt dem Gesamtkonzept sehr zu gute. Einzig vielleicht bei den Drums würde ich mir mehr Punsh wünschen. Zwischen Prollig und einer sehr verschönerte Klanglinien hindurch hat man ebenfalls ein gutes Mittelmaß gefunden. Das machte Act Of Creation schon immer aus und auch auf dem neuesten Rundling hat man wieder alles gekonnt in Szene gesetzt. Das Gesamtsoundbild mag zwar durch die Bank sehr düster und bedrohlich wirken, doch auch klarere Momente haben Platz, wie eben sehr spitzfindige Groove Attacken, welche den etwas dreckigeren Anteil liefern.

Zwar ist man sehr verspielt und lässt auch vieles hier und da deutlich progressiver klingen, doch im Großen und Ganzen zelebrieren die Hessenbuben einen sehr leicht aufzunehmenden Mix aus Death, Thrash und Groove. Die Beigaben aus dem Dark Metal Lager und viele melodische Verschönerungen komplettieren den Soundreigen.

Fazit: Ein tolles Gemisch was die Hessen nach sechs Jahren Abwesenheit da vorlegen. Manko meinerseits was zu bemängeln wäre ist nur der Drumsound, ansonsten laufen die Maschinen auf gekonnter Hochtour und sind auch nicht zu bremsen.