Possessed Magazin

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von Michael Eden

Act of Creation aus Hessen existieren seit 2007 brachten im Jahre 2010 gleich zwei Full Length heraus und liefern nun nach 6 Jahren Wartezeit Album Nummer 3 ab. Dem ein oder anderen Undergroundfreak mag die Band E 605 noch bekannt sein und der Carsten ist nun hier am Werkeln. Bei “Thion” handelt es sich um ein eine Art Traumwelt, inder die Band unterwegs ist und zwar komplett mit deutschen Texten. Endlich ein Konzept, welches gut ist und welches gut klingt. Kritiker wird es immer geben, aber da die deutsche Sprache hier nicht vergewaltigt wird, ist alles in Ordnung. Ich mag deutsche Texte. Da diese im Booklet auch abgedruckt sind, kann man jeden einzelnen Song auch inhaltlich folgen. Los geht es mit einen schönen vierzig Sekündigen Intro. Guter Anfang, Horrormäßig! “Tagtraum” folgt. Nach den ersten Klänge und Gesangspassagen habe ich gedacht:” Hä, die klingen ja wie Schweisser! Das soll doch Death Metal sein!”. Hört man den Song weiter an, wird man einen besseren belehrt.
Der Songs spiegelt gut die Trademarks der Bands wieder. Musikalisch eine Mischung aus Death und Thrash. Verständliche Growls wie auch Screams sind vorhanden. Technisch anspruchsvoll vorgetragen, mit Grooves und Doublebass sowie melodischen Anteil im Refrainpart. Nicht ganz einfach nachvollzuziehen, aber nach dreifachen Hören saß der Song auch bei mir, ebenso wie das ganze Album. Der Nachfolger “Geist” kommt sehr düster daher und steht im guten Kontrast zu “Tagtraum”, während “Tal der Tränen” wieder in Richtung “Tagtraum” geht. ACT OF CREATION bringen eine sehr gesunde und gute Mischung aus Technik, Death Metal, Thrash Metal, Death`n Roll und Melodien ans Tageslicht, kombiniert mit einen Textkonzept und in deutscher Sprache. Viel zu meckern gibt es da nicht, ausser, dass man mir teilweiese a) nicht zu brutal und b) nicht direkt genug ist.
“Thion” ist ein Album, welches man sich definitiv öfters anhören sollte. Auch die Dunkelheit in Form musikalischer Tonkunst wird nicht vergessen, wie man sehr gut bei “Erde brennt” hören kann. Langsam und ruhigere Klänge kann man hier vernehmen. Diese verschiedene Einheiten sprechen für eine gute Abwechslung und auch für eine gute Atmosphäre. Die Produktion unterstützt diese, könnte aber meiner Meinung nach ein wenig druckvoller sein. “Ewiger Friede” geht richtig schön straight zur Sache, zumindestens zu Beginn und wechselt dann wieder ins groovige. Also, alles ist vertreten. Paar mehr Knüppelpassagen hätte ich mir gewünscht, ist klar, aber auch ansonsten hat sich die Wartezeit von 6 Jahren durchaus gelohnt. Sollte man unbedingt anchecken!